Willi_Engel
Willi Engel, Bereichsleiter ECM des BITKOM

Seit Januar 2012 ist Willi Engel Bereichsleiter ECM des BITKOM. Wir haben mit ihm über das Engagement des BITKOM bei der ECM World 2014 und seine Erwartungen an die Veranstaltung gesprochen.

1) Herr Engel, der BITKOM hat dieser Tage seine offizielle Unterstützung als Verbandspartner der ECM World bekannt gegeben. Worin sehen Sie den Wert der Veranstaltung für die Branche?

Die ECM World in Düsseldorf ist eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits etablierten Messen CeBIT im Frühjahr und DMS Expo im Herbst. Auch die Ausrichtung der ECM World als hochwertiger Fachkongress, bei dem Erfahrungsaustausch, Networking und ein erlebbares ECM im Mittelpunkt stehen, halten wir für sinnvoll.

2) Welchen Beitrag leistet der BITKOM als Verbandspartner bei der Veranstaltung?

Der BITKOM wird den wesentlichen Teil des Programmbeirats stellen und sich so aktiv in die Gestaltung des Events einbringen. Dabei achten wir darauf, dass die Veranstaltungsthemen die notwendige Relevanz, Qualität und Ausgewogenheit für die Branche und den Markt haben.

Da die ECM World sich zu einem Branchentreff zum Thema Enterprise-Content-Management, Dokumentenmanagement und Archivierung entwickeln soll, will der BITKOM und insbesondere der Kompetenzbereich ECM nicht nur dabei, sondern mittendrin sein!

3) Die Veranstaltung hat sich ja das Spannungsfeld zwischen Prozess-Effizienz und neuer Arbeitsorganisation auf die Fahnen geschrieben. Wie wichtig bewerten Sie diese Themen für die ECM-Branche?

ECM ist ein wesentlicher Baustein für die effizientere Gestaltung von strukturierten Prozessen. Daher sind Themen wie rechtskonforme Archivierung, effiziente Organisation von Dokumenten und Informationen oder auch strukturierte Posteingangs- und Ausgangsprozesse wesentliche Einsatzfelder von Enterprise-Content-Management-Lösungen.

Auf der anderen Seite befinden sich Unternehmen durch neue Medien, die demographische Entwicklung und eine zunehmende Informationsvielfalt im Umbruch. Hier sind neue Konzepte, Ansätze und Lösungen gefragt. Die ECM-Branche hat dies erkannt und setzt sich zum Beispiel intensiv mit dem Einsatz sozialer Medien im Unternehmen auseinander. Aber auch andere Trends wie Dokumentenprozesse auf mobilen Endgeräten oder die Nutzung von Cloud-Lösungen für die Zusammenarbeit sind im Fokus von ECM.

4) Was sind die weiteren großen Themen, die ein solcher Fachkongress abdecken muss?

Die ECM-Branche beschäftigen derzeit viele spannende Projekte hier mal einige Beispiele:

  • elektronischer Rechnungsaustausch z.B. mit dem vom BITKOM unterstützten ZUGFeRD-Format
  • elektronische Unterschrift unter Berücksichtigung der nahenden EU-Verordnung
  • dezentrales Scannen
  • elektronische Akten: Personalakte, Bauakten, Maschinenakten, Verwaltungsakten, Gerichtsakten etc.
  • Dokumentenprozesse speziell im Mittelstand
  • Konsistente kundenspezifische Kommunikation über Brief, E-Mail, Fax, Handy und soziale Medien
  • effizientes E-Mail-Management
  • sichere digitale Kommunikation mit Behörden und Unternehmen

 

Natürlich sollte der Kongress viel auf Best-Practices und Erfahrungsberichte setzen, so dass Besuchern konkrete Anhaltspunkte und Hilfestellung für den Einsatz von ECM geboten werden. Auch klassische Fragen hinsichtlich der Einführungsstrategien von ECM oder den rechtlichen Rahmenbedingungen dürfen auf einem solchen Event nicht unbeantwortet bleiben.

5) Welche Erwartungen stellen Sie persönlich an die geplante Veranstaltung?

Persönlich hoffe ich, dass die Veranstaltung immer den Teilnehmer-Nutzen im Blick behält. Die Teilnehmer sollen am Ende der Veranstaltung konkrete Antworten auf ihre Fragen haben, mit visionären ECM-Ideen in die Unternehmen zurückgehen und natürlich im nächsten Jahr wiederkommen.

Herr Engel, vielen Dank für das Interview!

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Andreas Schulze-Kopp ist als Enterprise 2.0 Berater tätig und begleitet Unternehmen auf ihrem Weg zum Social Business. Von der Anfangsanalyse über die potentiellen Prozessoptimierungen, bis zur Einführung und dem Coaching der Mitarbeiter. Durch Euphorie, Begeisterung und dem Aufzeigen von Mehrwerten, versucht er Unternehmen von der ständig stärker werdenden Bedeutung einer internen sozialen Kommunikationsstruktur zu überzeugen und zu begeistern. Außerdem ist er aktiver Blogger und als zertifizierter Social Media Manager (SMA) ein bekennender Fan der sozialen Netzwerke. Außerdem ist er Autor des Fachbuches 'Enterprise 2.0: Social Software auf dem Vormarsch - Gekommen, um zu bleiben', Blogger auf dem Enterprise 2.0 Blog und Co-Moderator der Enterprise 2.0 Gruppe auf Xing und auf Google+.
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