Vor zwei Wochen traf sich in Hannover die ECM-Branche auf der CeBIT. Im Hinblick auf den ECM WORLD Kongress war die CeBIT für mich noch einmal ein Gradmesser, ob alle von der Programmplanung verfolgten Themen auch relevant für die Branche sind. Aufgrund der guten Vorarbeit des Programmbeirates der ECM WORLD wurde natürlich Vieles bestätigt. Aber es gab auch ein bis zwei Aspekte, die ich dann doch neu mitnehmen konnte.

Das Hauptthema der ECM-Branche ist auch 2014 die Positionierung des Themenfeldes im Zentrum der digitalen Geschäftsprozessunterstützung. Die ECM-Branche ist laut den jüngsten Erhebungen wie z.B. des BITKOM weiterhin im Wachstum. Das Thema ist dem Hype-Zustand entwachsen und wird von den Unternehmen als wichtiges Element auf dem Weg der digitalen Transformation angesehen. 

Im Mittelpunkt steht dabei die Integration von ECM in die Geschäftsprozesse, was weit über die klassische, elektronische “Schriftgutverwaltung” hinausgeht. Sei es die digitale Personalakte, der elektronische Lieferschein oder das medienbruchfreie Beschwerdemanagement – die direkte Integration von ECM in den Geschäftsprozess bringt nicht nur Effizienz- und Effektivitätspotentiale, sondern komplett neue Möglichkeiten für die Prozessorganisation mit sich. Es geht also sowohl um die Optimierung bestehender Prozesse als auch um deren digitale Neu-Organisation. Im Raum stehen dabei die neuen Schlagworte des “Büro 2020” und der “Zukunft der Arbeit”. Bei Letzterem wird auch der Aspekt neuer Formen der spontanen Zusammenarbeit wie z.B. bei der Social Collaboration tangiert. Auch hier bietet die Integration mit der ECM-Welt – sprich der Welt der Geschäftsdokumente und -informationen – eine verstärkte Geschäftsorientierung.

Im Zusammenhang mit dem Integrationsgedanken stehen dann auch die weiteren Themen der CeBIT – wie z.B. der mobile Zugriff auf Dokumente, die Verbesserung der Usability, die Standardisierung der Lösungen sowie auch die Diskussion um die Service-Orientierung der Technologien.

Wie die Vergleiche der Systemanalysten zeigen, befinden sich die Lösungsanbieter bei diesen Themen nun auf der Höhe der Zeit und bieten ausreichende Ansatzpunkte. Der Knackpunkt ist vielmehr die Umsetzung in den Unternehmen. Hier braucht es noch weiteren Anschub, was dann auch die Wichtigkeit des ECM WORLD Kongresses unterstreicht, der jenseits des Marketings der Lösungsanbieter den Erfahrungsaustausch zur Umsetzung fördern soll.

Das Fazit zur CeBIT lautet also für mich – die Zukunft von ECM liegt in der Unterstützung der digitalen Transformation. Die Integration der digitalen Geschäftsdokumente in den Informations- und Prozessfluss ist dabei ein wichtiger Baustein, der technologisch mittlerweile schon gut unterstützt wird. Seine konkrete Umsetzung liefert jedoch bestimmt noch viel Diskussionsstoff.

Veröffentlicht unter Allgemein.

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