Andreas DannenbergAndreas Dannenberg, Geschäftsführer der  REDDOXX GmbH und Jahrgang 1965, ist seit 28 Jahren in der Informationstechnik tätig. Bis zum Eintritt in die Selbstständigkeit 1993 war er als Entwickler bei der Nixdorf AG und der Festo AG tätig. Als geschäftsführender Gesellschafter einer Unternehmensgruppe mit aktuell 32 Mitarbeitern verantwortet Herr Dannenberg die Bereiche Produktentwicklung und Business Development. Die Roadmap und das Produktdesign der E-Mail-Management Lösung von REDDOXX stammt komplett aus seiner Feder. Neben den genannten Tätigkeiten ist er als Business Angel und Juror einiger Startup-Plattformen tätig.

1. Herr Dannenberg, Sie sind Teilnehmer bei einer Diskussionsrunde zum Thema “E-Mail-Archivierung” auf der ECM WORLD. Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihre Meinung zu diesem Thema auszeichnen?

Drei Worte für dieses facettenreiche Thema sind äußerst knapp bemessen, gestatten Sie mir ein wenig mehr:

  1. Compliance als Unternehmensmehrwert sehen
  2. Langfristige Informationsverfügbarkeit als Kapital sehen
  3. Schlanke Postfächer als Faktor für Anwenderzufriedenheit sehen

2. Warum ist nach Ihrer Meinung die Archivierung von E-Mails auf Unternehmensseite noch nicht vollständig gelöst? Was sind die Hinderungs- bzw. Stolpersteine auf dem Weg?

Die meisten Unternehmer verbinden mit der elektronischen Archivierungspflicht ein notwendiges Übel, das zusätzlich Geld kostet und das daher gerne geschoben wird. Eine durchdachte E-Mail-Archivierung amortisiert sich jedoch nachweislich über Technologie- und Anwenderentlastung. Dieses gilt es in der Hauptsache bei der Vorstellung einer Archivierungslösung zu vermitteln.

3. Worin sehen Sie die größte Herausforderung bei der E-Mail-Archivierung?

Die größte Herausforderung sehe ich darin, relevante E-Mails für einen ökonomischen Umgang mit dem teuren Speicherplatz zu erkennen.

4. Ein Kernproblematik der E-Mail-Archivierung ist ja der Widerspruch zwischen regulatorischen Anforderungen an das Unternehmen auf der einen Seite und dem persönlichen Postgeheimnis auf der anderen Seite. Wie ist das zu lösen?

Das müssen Sie einen Juristen fragen, denn es Bedarf entsprechender Regelungen und Vereinbarungen. Aus meiner Sicht besteht diese Problematik bereits auch ohne E-Mail Archivierung, denn ein Mailserver in Verbindung mit einer belastbaren Datensicherung entspricht technisch gesehen einer Archivierung. Das heißt, die Hausaufgaben sind seit Jahren nicht gemacht worden, warum dann jetzt?

5. Die Zukunft von E-Mail-Archivierung wird in “Managed Services” gesehen. Wie stehen Sie zu dem Thema?

Wir sind Hersteller einer plattformunabhängigen Archivierungstechnologie, die lokal oder als Managed Service betrieben werden kann. Daher stehe ich beiden Szenarien positiv gegenüber.

6. Was sind Ihre Erwartungen an die ECM WORLD

Neue Kontakte zu potentiellen Kunden, Austausch mit anderen Anbietern, Erweiterung unseres Netzwerks von Technologiepartnern.

Vielen Dank für das Interview, Herr Dannenberg

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Frank Hamm ist selbstständiger Berater für Kommunikation und Kollaboration. Er berät und unterstütz Unternehmen, Organisationen und Personen bei dem digitalen Wandel. Über seine Themen Enterprise 2.0, Social Business, Social Collaboration, Public Relations, Social Media und Office Productivity bloggt er im INJELEA-Blog.

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3 Gedanken zu „Andreas Dannenberg über E-Mail-Archivierung

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